Forschungsschwerpunkt Translationale Neurowissenschaften Mainz

Was wird untersucht?

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1.MRT-Untersuchung

Die Magnet-Resonanz-Tomographie (MRT)  ermöglicht es, dreidimensionale, anatomische Bilder des Körpers zu machen. Dazu werden bestimmte magnetische Eigenschaften der Gewebe ausgenutzt, z. B. verhält sich Wasser anders als Fett. Dabei können Informationen über Struktur und Funktion von Gewebe und Organen gewonnen werden, die mit anderen Messverfahren nicht erhalten werden können. So können am Computer anatomische Bilder des Gehirns erstellt werden. Die funktionelle Magnet-Resonanz-Tomographie (fMRT) erlaubt uns darüber hinaus das menschliche Gehirn “in Aktion” zu beobachten.

Es handelt sich um eine nicht-invasive und sichere Technik, sofern bestimmte Ein- und Ausschlusskriterien erfüllt werden. Hier finden Sie weitere Informationen zum Ablauf der MRT-Messung.

 

2. Aktivitätsaufzeichnung

Die Dauer des Schlafs spielt eine wichtige Rolle für Gedächtnisprozesse. Um Ihre Schlafdauer in der Nacht zwischen den beiden MRT-Messungen zu kontrollieren, tragen Sie bitte eine sogenannte Actiwatch an Ihrem Handgelenk. Die Actiwatch zeichnet Ihre Aktivität bzw. Bewegung auf. Die Daten werden dann bei uns im Labor ausgelesen.

 

3. Fragebögen und Interviews

Ein Bestandteil der Studie ist das Bearbeiten von Fragebögen zu Ihrem sozialen, ökonomischen und Bildungshintergrund, vergangenen Lebensereignissen, alltäglichen Stressoren sowie verschiedenen Persönlichkeitsmerkmalen. Außerdem führen wir ein kurzes, strukturiertes klinisches Interview zur psychischen Gesundheit durch. Sollten sich hierbei Hinweise auf eine psychiatrische Erkrankung ergeben, schließen wir ein ausführlicheres klinisches Interview an und verweisen Sie ggf. an unseren Kooperationspartner, die psychiatrische Institutsambulanz der Universitätsmedizin.

Alle drei Monate möchten wir Sie bitten einen Fragebogen zum Thema Stress und Gesundheit auszufüllen. Sie werden hierüber in einer Email informiert und können den Fragebogen online bearbeiten.

 

4. Erfassung von Stresshormonen

A) Mittels einer Haarprobe

Um einen Einblick in die langfristige Aktivität der mit der Ausschüttung von Cortisol verbundenen Hypothalamus-Hypophysen-Nebennierenrinde-Achse (HHNA) zu gewinnen, entnehmen wir Proben von Ihrem Haupthaar. Hierzu wird eine etwa 3 mm dicke Strähne von Ihrem Hinterkopf abgebunden und in der Nähe der Haarwurzel abgeschnitten. Nach verschiedenen Aufbereitungsschritten im Labor können wir die Hormonmenge bestimmen.

Wir möchten Sie bitten, alle drei Monate eine Haarprobe einzusenden, so dass wir Ihr „Stresslevel“ bestimmen können. Sie bekommen dazu rechtzeitig eine Email als Erinnerung.

Hier finden Sie ein Video mit einer Anleitung zur Haarprobenentnahme.

 

B) Mittels einer Speichelprobe

Zur Bestimmung Ihrer körperlichen Reaktionen auf einen akuten Stressor benötigen wir von Ihnen Speichelproben. Diese Proben dienen dazu die kurzfristige Aktivität der beiden Stresshormone Cortisol und Noradrenalin festzustellen.

 

5. Hautleitfähigkeit

Während der Untersuchung werden wir Ihre Hautleitfähigkeit (Schwitzen der Handfläche) beobachten. Zur Messung der Hautleitfähigkeit befestigen wir zwei Elektroden auf der Innenseite Ihrer linken Hand.

 

6. Herzrate

Während des Untersuchung erfassen wir Ihre Herzrate, d.h. wie oft Ihr Herz in der Minute schlägt. Beim Erleben von Stress kommt es typischerweise zu einer Beschleunigung des Herzschlags. Zur Messung Ihrer Herzrate wird je eine Elektrode an Ihren Handgelenken sowie eine Elektrode an Ihrem rechten Fußknöchel angebracht.

 

7. Blutprobe

Die Entnahme von Blutproben ermöglicht es uns, genetische und immunologische Informationen zu sammeln und diese im Zusammenhang mit Resilienz zu untersuchen. Die Blutabnahme erfolgt von Krankenschwestern des CTH Mainz.

 

8. Stuhlprobe

Die im Darm lebenden Mikroorganismen haben nicht nur Einfluss auf die Verdauung, sondern auch auf das Immunsystem. Wir möchten sie bitten, zu Hause eine Stuhlprobe in ein Röhrchen zu geben und diese zum nächsten Termin vor Ort mitzubringen. Wir untersuchen, welche Arten von Bakterien und wie viele in der Probe enthalten sind und bringen diese Information in Zusammenhang mit den anderen Gesundheitsdaten.

 

 

 

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